Neues aus dem Garten August – Oktober

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Im Sommer konnten wir aus den Vollen schöpfen, wie Ihr an dem Erntekorb aus dem August seht. Das Fruchtgemüse erbrachte reichlichen Ertrag. Tomaten, Paprika, Chili, Gurken und Auberginen produzierten zu unserer Freude ständig Nachschub. Das Ernten hielt uns ständig auf Trab, daher freute es uns, dass wir fleißige Helfer hatten, die uns regelmäßig bei der Arbeit unterstützen.

Die Kisten mit dem frischen Gemüse werden vorbereitet. Nach der Ernte wird alles ins Gewächshaus gebracht. Die Ausbeute wird wird sortiert, gewaschen, gewogen und dann in Kisten angeordnet. Anschließend wird die ganze Ernte für die Abholung in den kühlen Keller hinuntergetragen und bis zur Abholzeit abgedeckt.

Die Auberginen im Folientunnel kamen bei der Hitze sehr gut und reichlich. Weil gleichzeitig mit dem Gemüse leider auch das Unkraut prächtig gedieh, waren wir dankbar die die Hilfe beim Jäten. Eine Arbeit wie ein Saunagang, da es in den Tunneln tagsüber sehr heiß war.

Die Zwiebelernte fiel ebenfalls gut aus. Nach der gemeinsamen Ernte wurde die Ausbeute noch geputzt und anschließend sehr dekorativ zum Trocken ausgelegt bzw. aufghängt. Für diesen Verarbeitungsschritt eigneten sich auch Wäscheständer ganz prima.

Da Juli und August in Weinheim durchgehend sehr trocken waren – es regnete 3 Monate lang überhaupt nicht – war die Zisterne recht bald leer und wir mussten viel mit Leitungswasser bewässern. Während der Urlaubszeit gab es eine eigene Gieß-Notfall-Gruppe, um sicherzustellen, dass trotz der Dürre alle Flächen und die Treibhäuser immer gut versorgt waren.

Die anhaltende Trockenheit führte auch zu Mäusefraß an den Hokkaidokürbissen, die von den Tieren auf der Suche nach Wasser regelrecht ausgehöhlt wurden. Die anderen Kürbissorten blieben glücklicherweise verschont.

Es war eine Erlösung als es im August endlich zu regnen anfing! Das führte nochmal zu einem richtigen Wachstumsschub bei den Pflanzen.

Auch unsere vierbeinigen Freunde, die Rehe, machten sich auf dem Grundstück am Brunnweg über ein – glücklicherweise schon abgeerntetes – Beet her. Glücklicherweise gingen sie nicht an das andere Gemüse, das von Netzen bedeckt war.

Inzwischen ist es Herbst geworden. Das nicht mehr so trockene, aber immer noch warme Wetter erlaubt nochmal eine richtige Wachstumsperiode. Die Sommerkulturen sind weitgehend entfernt und die Flächen mit Salat, Rübchen und Spinat bepflanzt, die wir im Sommer vorgezogen hatten. Auf diese Weise haben wir jetzt wieder frisches Grün im Erntekorb.

Ein weiteres Zeichen, dass der Herbst da ist, sind die farbenprächtigen Kürbisse. Sie sind geerntet, eingelagert und werden jetzt nach und nach verteilt. Es gibt die Sorten Hokkaido, Butternut, Muskat- und Spaghettikürbis.

Zwischendurch wird unsere Erntepalette auch mit Beiträgen von der Obst-AG angereichert, wie hier im Bild die Äpfel. Sehr aromatisch und bestens geeignet für den einen oder anderen Apfelkuchen, für Kompott oder Chutneys, je nach Vorliebe.

Geerntet werden muss bei jedem Wetter. Ausgestattet mit der richtigen Kleidung geht es leichter. Das gilt auch für die Werkzeuge beim Ernten. Der Riesenkohlrabi der Sorte “Superschmelz” muss mit der Astschere “gefällt” werden! Trotz ihrer Größe sind diese Knollen sehr zart.

Wenn frisches Grün von Beten, Kohlrabi, Salat oder Möhren abfällt, freuen sich die Hühner. Hier wird nichts verschwendet! Die drei Küken werden auch schon bald mitfuttern.

Und noch eine tierische Geschichte zum Schluss. Der junge Turmfalke hier auf dem Bild hatte sich in einer hohen Wiese neben dem Münzacker in Kletten im hohen Gras verfangen. Er wurde schließlich von der Tierrettung befreit und im Tierheim gesäubert. Inzwischen ist er wieder unterwegs und fängt hoffentlich Mäuse.

Junger Turmfalke